News vom 09.10.2010
Friedensnobelpreis: China will jetzt mit Norwegen reden
Die Vergabe des Friedensnobelpreises an den Bürgerrechtler Liu Xiaobo macht den Chinesen schwer zu schaffen, sodass die chinesische Regierung jetzt den norwegischen Botschafter nach Peking bestellt hat, um gegen die Verleihung des Friedensnobelpreises 2010 zu protestieren.
Der chinesische Botschafter traf sich in Oslo mit dem Staatssekretär des norwegischen Außenministeriums, Erik Lahnstein, teilte das norwegische Außenministerium am Freitag mit, nur wenige Stunden nach der Bekanntgabe des Preisträgers. Das Treffen sei auf Wunsch der chinesischen Regierung zustande gekommen. Sie wollte ihre Kritik an der Wahl des diesjährigen Friedensnobelpreisträgers ausdrücken, erklärte eine Sprecherin des norwegischen Außenministeriums. Bei dem Treffen habe man den Chinesen erklärt, dass das Nobelpreiskomitee unabhängig von der Regierung handele. Ferner wurde betont, dass Norwegen nach wie vor an seine guten Beziehungen zu der Volksrepublik festhalten möchte.
Jens Stoltenberg, Ministerpräsident von Norwegen sagte, dass er keine Gründe sehen könne, warum China das gesamte Land Norwegen für die Entscheidung des Nobelpreiskomitees verantwortlich machen sollte. „Ich denke, es wäre negativ für Chinas Ansehen in der Welt, sollten sie das zu tun beabsichtigen“, sagte er in Gesprächen mit der Presse.



