Bernstein im Dänemark-Lexikon

Mit Bernstein bezeichnet man einen klaren bis milchigen gelben Schmuckstein aus Harz. Bernstein kann bis zu 260 Millionen Jahre alt sein. Er ist einer der wichtigsten Edelsteine in Dänemark. Aus dem sehr zähflüssigen Harz wurde mit der Zeit eine feste Substanz. Schon seit der Frühgeschichte wird Bernstein zu Schmuckstücken verarbeitet. Für die Wissenschaft ist Bernstein mit Einschlüssen von Interesse. Jährlich werden rund 700 – 900 Tonnen Bernstein gefördert. Hiervon kann jedoch nur ein Bruchteil zu den beliebten Schmucken gefertigt werden. Die meisten der Fundstücke sind recht klein. Die „Blaue Erde“ heißt eine mehrere Meter dicke Sedimentschicht. Sie enthält Bernstein. An manchen der Stellen enthält der Kubikmeter 2 bis 3 Kilogramm Bernstein. Das Vorkommen von Bernstein erstreckt sich hauptsächlich entlang der Küste. Nachdem der Abraum über dieser „Blauen Erde“ abgetragen wurde, grub man etwa 1 Tonne Erde ab. Danach wurde dieser Haufen mit Wasser aufgeschwemmt. Als nächstes wurde der Schlamm von großen Pumpen ins Kombinat befördert. Hier siebte man dann den Bernstein heraus. Der verschlämmte Abraum fließt über ein System aus Rohren in die Ostsee. Die Schließung des Bernsteinabbaus hat für den Handel die Folge, dass Bernsteinpreise gestiegen sind. Weil man in den vergangenen Jahren den Bernstein sofort verkauft hat und nicht etwa gehortet hat, konnte ein Engpass entstehen. Auf seiner Bernsteinmesse ist Danzig bekannt geworden. Prognosen nach soll es in den kommenden Jahren einen Mangel an Bernstein geben. Er lässt die Preise steigen, auch wenn es Gerüchte über eine neu eröffnete Grube gibt. Die Preise steigen im Moment auf jeden Fall.


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