Film im Dänemark-Lexikon

Während der Zeit des Stummfilms war Dänemark einer der größten Filmproduzenten der Welt. Es kam gleich nach den USA, Deutschland und Frankreich. Beachtliche Beiträge zur hohen Filmkunst boten die Schauspielerin Asta Nielsen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter Regie von Urban Gad zum 1. Star des Stummfilms aufstieg. Filme wie Afgrunden sind ihr zuzurechnen. Auch der bekannte Regisseur Carl Theodor Dreyer, welcher mit ästhetisch anspruchsvollen Arbeiten wie zum Beispiel La passion de Jeanne d’Arc oder Vampyr – Der Traum des Allan Gray aufwartete setzte sehr hohe Maßstäbe. International recht beliebt war auch das Duo Pat und Patachon, welches zwischen den Jahren 1921 und 1940 rund 50 gemeinsame Filme drehte. Die Produktionsfirma Nordisk Film zählt in dieser Zeit zu den größten sowie den produktivsten Filmstudios der ganzen Welt. Obwohl die Position dieses Landes auf dem internationalen Filmmarkt zusammenbrach. Schuld daran war das Aufkommen des Tonfilms. In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts löste Lars von Trier internationale Diskussionen aus. Schuld war sein gegen einen Kommerzfilm gerichtetes Programm namens Dogma 95. Dies geschah nachdem er sich schon vorher durch ambitionierte Filme ein großes Ansehen verschafft hatte. Mit diesem umstrittenen Konzept entstanden von Triers Idioterne sowie Thomas Vinterbergs Festen und Lone Scherfigs Italiensk for begyndere. Ebenfalls sehr bekannte dänische Regisseure sind zum Beispiel Lasse Spang Olsen, Erik Balling, Anders Thomas Jensen und Lars Hesselholdt. Die ausländischen Filme werden in Dänemark überhaupt nicht synchronisiert. Sie werden nur mit Untertiteln versehen. Dies hat einen sehr positiven Nebeneffekt: Die Dänen sprechen sehr gut Fremdsprachen.


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