Kattegat im Dänemark-Lexikon

Das Kattegat, übersetzt Katzenloch, bezeichnet das Meeresgebiet zwischen der schwedischen Westküste und Jütland. Es hat eine Größe von 22.000 km² und grenzt bei Skagen an das Skagerrak. Sehen tut man das Kattegat entweder als einen Arm der Nordsee oder der Ostsee. Nach skandinavischer Auffassung ist es traditionell gesehen jedoch zu keinem von Beiden zugehörig. Verbunden ist es jedoch zur offenen Nordsee über den Limfjord und das Skagerrak. Allerdings müssen Hochseeschiffe die Umschiffung der Nordspitze Jütlands in Kauf nehmen um das Kattegat zu erreichen. Verbunden ist die Ostsee mit dem Kattegat durch den Öresund, den Großen Belt und den Kleinen Belt. Ökologisch gesehen ist das Kattegat eine Übergangsregion zwischen dem Skagerrak, welcher atlantisch geprägt ist, und der salzärmeren Ostsee. Somit ist auch der große Fischreichtum begründet, welcher unter anderem Norwegische, Europäische und Jungfrauen Hummer zu bieten hat. Der Jungfrauen Hummer ist davon der größte Export-Schlager. Dieser wird nämlich sogar bis in den Mittelmeerraum exportiert und ziert dort vielerlei Pizza und Paella. Ableiten kann man den Begriff aus dem plattdeutschen und niederländischen Wörtern Gatt = Loch und Katt = Katze, also Katzenloch. Dies kommt daher, dass sich gerade in der Hansezeit viele Seefahrer vor den Untiefen und den teilweise sehr schmalen Fahrgewässern fürchteten. Vor dieser Zeit nannte man das Gewässer Jütlandmeer. Mittlerweile ist vor allem der Osten des Kattegats ein sehr gut befahrenes Schifffahrtsgebiet. So durchfahren auch mehrerere Fährlinien das Gebiet.

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