Landwirtschaft im Dänemark-Lexikon

Die Landwirtschaft des Landes ist eine hochmechanisierte Branche. In Dänemark trägt sie rund 2,3% zum BIP des Landes bei. Etwa 3% aller Arbeitsplätze werden von ihr gestellt. Über die Hälfte der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Von der Natur aus sind die Böden des Landes relativ nährstoffarm. Die Regierung Dänemarks fördert die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe. Ein Zusammenschluss von kleinen Betrieben zu großen Gütern wird durch das Gesetz erschwert. Etwa 85 % der dänischen Bauernhöfe sind reine Familienbetriebe mit weniger als 50 Hektar Land. Auf 60 % der Anbaufläche von etwa 2,5 Millionen Hektar wird hier Getreide angebaut. Die noch verbleibende Fläche wird mit Futterpflanzen, Tabak, Hopfen, Hanf und Flachs bepflanzt. Über 50 % der Gesamtfläche werden hier als Ackerland genutzt. Dänemark ist in der Welt einer der größten Produzenten an Schweinefleischprodukten. Eine Besonderheit ist der sehr große Einfluss der landwirtschaftlichen Genossenschaften. Ein sehr hoher Prozentsatz der Erzeugnisse wird über eine Genossenschaften vermarktet. Die Genossenschaften gehören meistens nationalen Verbänden an. Sie sind wiederum Mitglieder im Agrarausschuss. Jenes Zentralorgan verhandelt mit der Regierung, mit ausländischen Handelspartnern oder der Industrie. Im Jahre 1805 erklärte die Regierung alle Wälder zu Naturschutzgebieten. Auch die große Fischereiflotte in Dänemark spielt eine bedeutende Rolle. Der größte Teil der Fanggründe der Flotte befindet sich in der Nordsee. Beim Fisch werden sehr hohe Ausfuhrüberschüsse erzielt. Seit dem 1. August 2000 ist das Land auch als Weinbaugebiet anerkannt. Nun darf dänischer Wein zu kommerziellen Zwecken angebaut werden. Teilweise schmeckt er sogar richtig gut.


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