Ochseninseln im Dänemark-Lexikon

Die Ochseninseln bestehen aus zwei kleinen Inseln in Dänemark, genauer gesagt in der Flensburger Förde. Die etwas größere Insel, Store Okseø, besitzt 3 Einwohner. Lille Okseø die kleinere hingegen ist völlig unbewohnt. Beide Inseln gehören zum Kirchspiel Holobüll in der Bau Kommune. Für Sportboote sind die Inseln ein idealer Ankerplatz und sogar ein kleiner Anleger ist vorhanden. Auf der kleinen Ochseninsel wurde um das Jahr 1800 eine kleine Gaststätte errichtet, diese hatte im Sommer geöffnet und zog so eine Menge Touristen an. Allerdings wurden durch die Sturmflut am 13. November 1872 alle Gebäude der Insel zerstört, so dass die Gaststätte danach zwangsversteigert werden musste. Im Jahre 1881 gelangte die Insel an Emil Ebsen, einen Notar und Rechtsanwalt aus Flensburg. Er ließ die Insel zu einem Sommerdomizil mit wunderschönem Park und vielen Skulpturen und Vasen aus der Antike umgestalten. 1919 wurde die Insel von Rigmor Bardram Mayer gekauft und im Jahr 1933 wieder an den Staat verkauft. 1963 wurde die Insel dann nochmals verkauft und zwar an die Lehrvereinigung Kopenhagen, welche daraufhin ein Schullandheim auf der Insel errichten ließ. Heute ist die Insel ziemlich stark verwildert und der Park ist komplett verschwunden. Die wenigen Bewohner der großen Ochseninsel lebten bis ins Jahr 1872 und der damit verbundenen Sturmflut fast ausschließlich von der Fischerei und Landwirtschaft. Allerdings soll bereits im 18. Jahrhundert Bootsbau auf der Insel betrieben worden sein. Im Jahre 1830 kaufte das Gut „Frueskov“ die Insel, welche jedoch bereits 1845 wieder an den Bootsbauer Lorenz Issack verkauft wurde. Mittlerweile ist die Insel jedoch im Besitz des Umweltministeriums der Kommune Bau.


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